Welt Vegan Magazin
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Björn Moschinski

„Geiler Geschmack braucht kein Fleisch“ 
Mit diesem Satz erobert Björn Moschinski die Küchen des Landes.

Der Starkoch möchte Vorurteile abbauen und zeigen, dass die vegane Küche eine Welt der schmackhaften Alternativen ist und keine Welt des Verzichts. Das tut Moschinski mit Erfolg. Ihm gehören zwei vegane Restaurants in Berlin, seine Kochbücher sind Bestseller und als Koch-Coach reist er quer durch Deutschland. Björn Moschinski lebt seit 20 Jahren vegan. Bereits als Teenager verzichtete er auf Fleisch und in der Folgezeit dann sogar auf alle Tierprodukte. Ein Bericht über Massentierhaltung und Tiertransporte in der BRAVO gab den ersten Anstoß. „Fleisch zu essen, war für mich seitdem moralisch nicht mehr vertretbar“, so Moschinski. Das Titelbild der BRAVO-Ausgabe hängt mittlerweile gerahmt in seinem Berliner Restaurant.

Die Umstellung zur veganen Ernährung brachte Moschinski schon früh dazu, den Kochlöffel selbst in die Hand zu nehmen, um Alternativen zu erforschen. Zu einer Zeit, in der viele Menschen noch gar nicht wussten, was vegan überhaupt bedeutet, machte er aus seiner Leidenschaft eine Berufung. Während der Ausbildung zum Mediendesigner, bot er bereits einen veganen Catering-Service an. Danach war er als Chefkoch in den ersten professionellen Vegan-Restaurants Berlins aktiv.

Seit 2010 reist er für vegane Kochschulungen durchs ganze Land. Ob Hotels, Kantinen, Mensen oder Messen, Björn Moschinski tritt an die Menschen heran. Er möchte Köche dazu motivieren, Alternativen für Tierprodukte zu finden, anstatt die Zutaten eines Gerichtes solange zu reduzieren, bis es dann vegan ist.

Moschinski macht das auf geschickte Art und Weise: So bereitet er auch traditionelle Gerichte wie Lasagne oder Geschnetzeltes zu, allerdings in veganer Manier. Geschmack und Optik der Speisen bleiben. Ideen und Kreativität seiner Kursteilnehmer bezieht er bei diesem Prozess mit ein. Er weiß um die Gewohnheiten der Menschen, die auf Fleisch und Tierprodukte nicht verzichten möchten und Alternativen kritisch gegenüber stehen. Wer beim Probieren aber merkt, „Mensch, sieht gut aus und schmeckt lecker“, der ändert seine Meinung schnell. Der eine oder andere Student wird in der Mensa die Beschreibung „vegan“ unter dem Frikassee möglicherweise gar nicht bemerkt haben oder angenehm überrascht sein. Moschinski will nicht Missionieren, sondern Akzeptanz steigern. Veganes Essen ist nicht fad, und Veganer sind nicht extrem oder radikal, sondern konsequent.

„So ist es heutzutage nicht mehr“, sagt Moschinski. „Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir haben Produkte, die hochwertig sind und keine Wünsche offen lassen. Das ist es, was ich zeigen möchte.“

Zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk engagiert Moschinski sich ebenfalls für gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Dieses Projekt ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Über Convenience- und Fast-Food bekämen Kinder nicht die Nährstoffe und Eiweiße, welche sie für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung bräuchten. Außerdem fördere Kochen auch Disziplin, Geduld und Fingerspitzengefühl. Davon ist der Starkoch überzeugt.

Björn Moschinski freut sich über das wachsende Interesse an der veganen Küche in der Öffentlichkeit und ist motivierter als je zuvor. Unermüdlich schafft er es, immer mehr Menschen mit seiner „Küche der Alternativen“ zu erreichen. Seine Strategie? „Ein gutes Essen sagt mehr als tausend Worte“. Dass guter Geschmack kein Fleisch braucht, beweist er dabei immer wieder aufs Neue.